Geschichte des Spieleabends

Wenn man davon absieht, dass alles vor etwa 4000 Jahren in China begann, nahm die Geschichte des Spieleabends Recklinghausen ihren Anfang auf der Spielemesse in Essen im Oktober 2002. Jutta und Martin waren auf der Suche nach Spielen, die sich auch zu zweit spielen ließen. Dabei stolperten die beiden über den Stand des Deutschen Go-Bundes und bekamen das Spiel erklärt. Beide kannten das Spiel schon und haben es vorher unabhängig voneinander gelernt, aber lange nicht gespielt. Von den Eltern wurden die alten 19×19 Bretter vom Dachboden geholt und für den Anfang noch ein 9×9-Brett in einem Pizza-Karton und eine 13×13-Matte erworben und es ging wieder los.

Der nächste Schritt war die Suche nach weiteren Spieler über das Diskussionsforum des DGoB, worauf hin sich Horst und Dorro aus der Nachbarstadt Castrop-Rauxel meldeten, die noch von dem versprengten in Recklinghausen neu zugezogenen Dan-Spieler Jürgen wussten, der dann tapfer aber bisher vergeblich versuchte Gegner für sich auszubilden. Dazu wurde ein fester Termin in der nächsten Kneipe vereinbart, wo dann regelmäßig gespielt und der Termin über den DGoB veröffentlicht wurde.

Das Abtelefonieren aller im Go-Bund in Recklinghausen und Umgebung verzeichneten Karteileichen brachte einen weiteren Spieler. Jürgen hat alle motiviert sofort und regelmäßig auf Turniere zu fahren, die Hikaru-Welle bescherte uns Carina, die mit 14 auch mit auf überregionale Turnier fahren durfte, nachdem wir uns bei ihren Eltern vorgestellt hatten.

Delle hat für alle Recklinghäuser mehrere Jahre Unterkunft bei allen Hamburger Turnieren gestellt. Nathi, Birk und André, die sich im ehemaligen Recklinghäuser Comic-Shop kennen gelernt haben, haben den Go-Spieleabend als Treffpunkt vereinbart, Carina ihre Cousine in Berlin als Turnier-Bettengeberin aktiviert und irgendwann ist Matthias von Marl aus nach Herne zum Turnier im Kinder-Spiele-Haus geradelt. Und als die Castroper unser Haus-Turnier in Castrop nicht mehr organisieren wollten, mussten wir 2011 dann selber ran.

Go ist allerdings so komplex, dass andere sich an eine jeweils ganz andere Geschichte erinnern – und alle sind richtig.